802.11s

Aus Freifunk Leipzig
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aus heise newsticker vom 27.09.2006 "Evolution in kleinen Schritten beim schnellen WLAN"

Auch der Standard 802.11s für Mesh-WLANs entwickelt sich. Er definiert, wie Daten drahtlos über mehrere Basisstationen fließen. Zwar ist das prinzipiell schon im Basisstandard 802.11 als WDS (Wireless Distribution System) vorgesehen, jedoch lässt 802.11 viele Implementierungsfragen offen. Mittlerweile ist bei 802.11s EDCA (Enhanced Distributed Coordination Access) als technische Grundlage für den Kanalzugriff fixiert. So werden die meisten 802.11s-fähigen Basisstationen wohl zwei Funkmodule besitzen, damit Client- und Mesh-Verkehr in verschiedenen Kanälen laufen. Mesh Deterministic Access (MDA) ist nun als Option vorgesehen. Das Medienzugriffsverfahren arbeitet mit Reservierungen ähnlich dem Distributed Reservation Protocol von WiMedia (siehe "Verschränkter Schnellfunk" in der aktuellen c't-Ausgabe 20/2006). Es gilt als besonders effizient und unterstützt Dienstgüte besser als EDCA.

Beim von Samsung eingeführten CCF (Common Channel Framework, Stationen wechseln für Steuerung und Datenübertragung dynamisch zwischen zwei Funkkanälen) streiten noch zwei Fraktionen darum, ob CCF auf den Virtual Carrier Sense per NAV (Network Allocation Vector) verzichten kann. Schließlich hat man für die MAC-Ebene ein Six Address Scheme definiert: In zwei zusätzlichen Adressfeldern kann der Absender Zwischenstationen (Hops) vorgeben. Dadurch sollen die Routing-Tabellen in den Mesh-Basisstationen klein bleiben