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Inhaltsverzeichnis

Informieren

Freifunk

Was ist Freifunk?

Freifunk-Logo
Freifunk ist ein WLAN-basiertes, freies, nicht kommerzielles Funknetzwerk, das von den Teilnehmern selbst verwaltet wird. In Leipzig beteiligen sich momentan rund 200 Nodes (Tendenz). Obwohl man mit dem Funknetzwerk auch ohne irgendeine Anmeldung ins Internet kommt, ist das Freifunk-Projekt ausdrücklich weder ein Internetprovider noch verfügt es über eine 24-Stunden-Hotline. Vielmehr gibt jeder, der einen Internetzugang zur Verfügung stellt, die Bandbreite ab, die er nicht benötigt und unterstützt andere Mitglieder.

PDF zu Freifunk allgemein

Wie funktioniert Freifunk?

Das Freifunk-Netz lebt von begeisterten Teilnehmern, die WLAN-Router möglichst sinnvoll auf Häusern platzieren. Leider sind hierfür nicht alle Router geeignet, sondern nur solche, die sich mit einer freien Software (OpenWRT) bespielen lassen. Freifunk-Router sind computerunabhängig und bilden sogenannte Nodes (engl. Knoten). Diese Nodes dienen einerseits Endgeräten, etwa einem Laptop, als Zugangspunkt zum Netz und andererseits weiteren Nodes als Knotenpunkt. Da man per WLAN in der Regel nur kurze Distanzen bis zu einigen hundert Metern überbrücken kann, sind diese Nodes zum Weiterleiten des Signals an andere Teilnehmer notwendig. Üblicherweise hat ein Node also Kontakt zu anderen Nodes in seiner Umgebung. Durch diese Verknüpfungen entsteht ein Mesh-Network (engl. Maschennetz).

Twisted-Pair-Kabel

Woher kommt der Internet-Zugang?

Es ist einigen wenigen, großzügigen Menschen, die ihren Breitbandinternetzugang zur Verfügung stellen, zu verdanken, dass andere im Internet surfen können. Da die einzelnen Nutzer nie gleichzeitig die komplette Bandbreite beanspruchen, ist es möglich, dass sich 20 und mehr Leute einen Internetzugang teilen. Längere und größere Downloads sollten in Rücksichtnahme auf andere Nutzer vermieden werden. Es kann vorkommen, dass die Gateways überlastet sind oder ausfallen. Wie bereits gesagt, handelt es sich bei Freifunk nicht um einen Internetanbieter.

Wenn du einen breitbandigen Internetzugang (Flatrate) hast, wäre es daher fantastisch, wenn du deinen Anschluß zur Verfügung stellen könntest. Siehe Internet-Gateway.

Warum macht ihr Freifunk?

  • Weil wir die Idee eines unabhängigen, selbstverwalteten Netzwerks umsetzen wollen.
  • Weil wir Spaß an der Technik haben.
  • Weil wir etwas gegen die Digitale Spaltung unternehmen wollen.
  • Weil in einigen Teilen Leipzigs keine andere (kostengünstige) Möglichkeit für einen Internetzugang besteht.

Wie kann ich Freifunk finanziell unterstützen?

Die meisten Kosten tragen die Mitmacher selbst. Jedoch gibt es auch Kosten für die Server-Infrastruktur (Haupt-/Intercity-VPNs, Wiki, Datenbank, News-, Mailserver, Firmware-Entwicklungs-SVN/-Trac, sonstige Dienste). Es ist immer wieder ein Problem, die Miete für diese Server zusammen zu kratzen. Hier sind kleine Spenden auf unser Konto beim Förderverein Freie Netzwerke e.V. sehr willkommen. Sie ermöglichen es, diese Dienste weiter anzubieten.

Auch die Spender der Internet-Anschlüsse freuen sich sicher über kleine Finanzspritzen. Hierzu müsstest du auf der Router-Weboberfläche, z.B. über den Unterpunkt [Routing] herausfinden, welcher Freifunk-Knoten in deinem Stadtteil das Internet zur Verfügung stellt. Über den Menüpunkt [Kontakt] kannst Du seine Adresse herausfinden und ihm eine freundliche eMail schreiben.

Mitmachen

Unter folgendem Link findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Einsteiger: Einstieg Schritt für Schritt.

Wer kann mitmachen?

Mitmachen kann jeder, der sich und anderen einen offenen und kostenlosen Internetzugang mithilfe von WLAN-Technik zur Verfügung stellen möchte. Du kannst das verfügbare Netz einfach nutzen oder mit der Einrichtung eines eigenen Nodes den Zugang ermöglichen.

Wie kann ich mitmachen?

Router WRT54GL der Firma Linksys
  • Mach' dich mit dem Projekt und der Idee vertraut, besuche den Freifunk-Treff und lies z.B. das Freifunk-Infoblatt (PDF).
  • Versuche über die Nodeliste und/oder Google-Earth bzw. die Node Map herauszufinden, ob in deiner Nachbarschaft schon jemand einen Freifunk-Node betreibt.
  • Such' dir das passende Projekt aus.
  • Kauf' dir einen passenden Router.
  • Flashe die aktuelle Firmware auf deinen Router.
  • Passe die Einstellungen dem Projekt an.
  • Such' einen guten Standort für dein Gerät.
  • Teile deine Erfahrungen.
  • Stelle deinen Internetzugang zur Verfügung.
  • Bring' das Projekt anderen Interessenten näher.

Was muss ich beachten?

leipzig.freifunk.net ist ausdrücklich kein Internet-Provider. Es hat keine 24-Stunden-Hotline, sondern experimentellen Charakter. Lies, such' und hilf dir selbst! Beachte bitte auch einige grundsätzliche Dinge.

Wichtig ist, dass der Router immer angeschaltet sein muss, da jeder Router ein Teil des Netzes ist. Solltest du mal ein paar Tage nicht da sein, bitte nicht den Router ausschalten!!!

Ich bin allein auf weiter Flur. Lohnt es sich trotzdem?

T-Shirts können auf das Projekt aufmerksam machen
Einer muss der erste sein. Sobald Dein Router läuft und das Netz für andere sichtbar werden kann, stolpern Leute mit Funknetzkarten/Laptops darüber. Eine geschickte Weiterleitung über die SSID (leipzig.freifunk.net etc., hier einrichtbar) sorgt selbst bei schüchternen Menschen für Informationen und Interesse. Helfen kann auch ein Aufkleber am Briefkasten oder Auto. Besonders dick trägt auf, wer sich ein passendes T-Shirt besorgt.

Schnell entstehen Kontakte, die man vorher nicht für möglich hielt.

Hardware

Welche Hardware benötige ich?

Um ein Freifunk-Node betreiben zu können, brauchst Du geeignete Hardware.

Welche Zusatzhardware ist empfehlenswert?

  • Antennen (mitunter reichen die Standardantennen mit ihren zwei dBi Gewinn völlig aus)
  • Als nützlich hat sich der Austausch der Antenne herausgestellt. z.B die HGA7T von Linksys gibt es im Doppelpack, wobei prinzipiell eine ausreicht (denn die Firmware benutzt nur eine Antenne). Diese kosten aber einiges und sind nicht für jeden Zweck geeignet. Häufig bietet sich der Selbstbau einer einfachen Bi-Quad mit Richtwirkung an.
  • Durch einen Power-over-Ethernet-Adapter lässt sich die Zahl der zu verlegenden Kabel reduzieren (von zwei Kabeln auf ein Ethernetkabel, das gleichzeitig die Stromversorgung übernimmt).

Kontakt

Newsserver

  • News
  • Mailinglisten - der Bezug mindestens der Infomail ist eigentlich Pflicht. Die Mails solltest du wenigstens überfliegen, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Chat

Server: conference.jabber.ccc.de 
Room: leipzig.freifunk.net

Eine Anleitung für den Jabber-Server auf der 104.61.245.8 findet Ihr hier.

Den WebChat findet ihr hier. http://chat.leipzig.freifunk.net Link tot.

  • überregionaler und deutschlandweiter IRC-Chat Rund um das Thema Freifunk:
Server: irc.fu-berlin.de (Port 6668)
Room: #freifunk

sonstige

  • beim Freifunk-Nachbarn (real world, einfach mal klingeln)
  • Der Besuch eines der Treffen ist wohl mit Abstand der beste Weg, um in Kontakt zu treten.
Freifunk-Treff Leipzig
200707-freifunktreff--.jpg

jeden Donnerstag ab ca. 20 Uhr

im sublab, Westwerk. Karl-Heine-Straße 93. Freifunk-Projekt 104 (siehe GoogleEarth)

Jeden zweiten Donnerstag findet dort ab 21 Uhr auch die sub:lounge statt.

Wegbeschreibung

Bitte schaut, bevor Ihr Euch auf den Weg macht, im Chat vorbei. (Jabber-Chat). oder ruft im sublab an: 39299256




Basteln und Anpassen

Allgemein

Wie finde ich Nodes in meiner Nähe?

Google-Earth-Karte

Am besten hängst du deinen Router aus dem Fenster, rufst die Weboberfläche via http://192.168.1.1/ auf und klickst auf Nodes. Dort siehst du alle Nachbarn und die Verbindungsqualität zu ihnen. Mit dem Programm Horst, dass du mittels PuTTY aufrufst, erhältst du genauere, ständig aktualisierte Angaben über andere empfangene WLAN-Teilnehmer. Zur geografischen Ortung der Stationen und deren Verbindungen eignet sich Google Earth mit einem speziellen Overlay am besten. Die Daten für das Overlay findest du im ff-something unter Topology bzw. auch direkt hier zum Download.

Wie kommuniziere ich mit meinem Router?

Es gibt mehrere Möglichkeiten mit dem Router in Verbindung zu treten.

  • Port 80: Weboberfläche Einfach IP-Adresse im Browser eintippen und los gehts...

Wenn dein Router per LAN-Kabel mit deinem Rechner verbunden ist, kannst du in deinem Browser http://192.168.1.1 aufrufen.
Ansonsten erreichst du jeden Freifunkrouter (sofern es im Freifunknetz eine Verbindung zu ihm gibt) mit http://104.61.Projektnummer.Nodenummer.
Also zum Beispiel via http://104.61.118.2

  • Port 22: SSH: Einloggen auf der Kommandozeile, z.B. mit PuTTY: SSH/Telnet-Klient (Windows)

oder WinSCP: Klient zum Dateiaustausch (Windows)

  • Port 23: Telnet unverschluesselte Kommandozeile, standardmäßig bei uns deaktiviert.
  • mehr nach Installation zusätzlicher ipkg-Pakete: z.b. snmp, ftp, https, ..

Um eine gesicherte, drahlose Verbindung zu einem Router auzubauen, solltest du einen SSH-Tunnel zum Router herstellen.

Welche Sendeleistung soll ich einstellen?

Generell gilt, die Sendeleistung sollte so niedrig wie möglich gewählt werden. In Regionen, in denen viele Nodes auf engem Raum stehen, stören sich die Nodes bei zu hoher Sendeleistung eher. Häufig wurde auch die Erfahrung gemacht, dass eine niedrigere Sendeleistung einen höheren Datenduchsatz zur Folge hat als eine höherer Sendeleistung. Meist reichten schon 1-10 mW. Zudem dürfen 100 mW bzw. 20 dB Sendepegel nicht überschritten werden.

Man hat mich nach meiner IP-Adresse gefragt!?

Windows ab XP:
es gibt einmal den Weg über das Netzwerksymbol in der Taskleiste:

[Klick auf das Symbol mit den 2 Monitoren] -> [Netzwerkunterstützung] -> [Verbindungstatus]

oder über die Eingabeaufforderung:

[START] -> [Ausführen] -> "cmd" [ENTER-Taste]

schwarzes Fenster offnet sich "Eingabeaufforderung":) dort drin

ipconfig /all
[ENTER-Taste]

das schaut dann so aus:

C:\Dokumente und Einstellungen\tetzlav>ipconfig /all

Windows-IP-Konfiguration

        Hostname. . . . . . . . . . . . . : tetzlav-vbox-xp
        Primäres DNS-Suffix . . . . . . . :
        Knotentyp . . . . . . . . . . . . : Hybrid
        IP-Routing aktiviert. . . . . . . : Nein
        WINS-Proxy aktiviert. . . . . . . : Nein

Ethernetadapter LAN-Verbindung:

        Verbindungsspezifisches DNS-Suffix:
        Beschreibung. . . . . . . . . . . : Intel(R) PRO/1000 T-Serveradapter
        Physikalische Adresse . . . . . . : 08-XX-XX-XX-XX-61
        DHCP aktiviert. . . . . . . . . . : Ja
        Autokonfiguration aktiviert . . . : Ja
        IP-Adresse. . . . . . . . . . . . : 10.61.xx.yy
        Subnetzmaske. . . . . . . . . . . : 255.255.255.0
        Standardgateway . . . . . . . . . : 10.61.xx.yy
        DHCP-Server . . . . . . . . . . . : 10.61.xx.yy
        DNS-Server. . . . . . . . . . . . : 10.61.xx.yy
        Primärer WINS-Server. . . . . . . : 10.61.xx.yy
        Lease erhalten. . . . . . . . . . : Dienstag, 23. September 2008 21:30:22
        Lease läuft ab. . . . . . . . . . : Mittwoch, 24. September 2008 03:30:22

Apple/MAC:

[Apfelmenü] -> [Über diesen Mac] -> [weitere Informationen] -> [Netzwerk]

oder

[Programme] -> [Dienstprogramme] -> [Systemprofiler] -> [Netzwerk]

Linux:
ich denke die Wissen was eine IP ist, oder?

Antennen

Antenne HGA7T der Firma Linksys

Welche Antenne soll ich nehmen?

Das ist von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Generell sind Rundstrahler (Omnis) als Standard-Antennen zu empfehlen, da sie in horizontaler Ebene in alle Richtungen gleichgut funken und alle Stationen um dich herum etwas von deinem Knoten haben. Deshalb reicht für den Anfang auch meist die zum Gerät mitgelieferte Standardantenne. Wenn man bessere Ergebnisse will, nützen Richtantennen am besten.

Wo soll ich die Antenne hinstellen?

Antennen sollte immer raus und soweit wie möglich oben angebracht werden! Innenmontagen sind nicht zu empfehlen. Die meisten Häuser haben eine Wärmeschutzverglasung, die mit Metallschichten bedampft sind. Zudem sind viele Wände mit Dämmungen ausgestattet, die eine Dampfsperre (meist Aluminiumfolie) besitzen. Und Metall lässt Funkwellen schwerlich passieren. "so weit wie möglich oben" ist dabei nicht ganz wörtlich zu nehmen. Oft ist auch ein guter Standort besser, der z.B. etwas niedriger liegt, aber trotzdem die selben guten Funkbedingungen zum Gegenpunkt hat. Denn je weiter man sich über den Dächern befindet, umso stärker werden auch die Störungen aus dem gesamten Stadtgebiet.

Welche Reichweiten sind realistisch?

Das lässt sich nicht pauschal sagen, da es sehr von den verwendeten Antennen und den Umgegebungsbedingungen (Standort, Sichtkontakt, Frequenzbelegung) abhängig ist. 30 bis 300 Meter kann man in bebauten Gegenden als durchschnittlich-realistisch betrachten. Besonders weite Strecken findest du unter Antennenreichweite.

Spielt die Länge des Antennenkabels eine Rolle?

Ja, wähle das Kabel so kurz wie möglich und achte darauf, dass du Kabel mit geringer Dämpfung (z. B. H155-Kabel) verwendest. Jeder Meter Kabel verschlechtert den Empfang. Besonders gut sind daher Antennen wie die HGA7T, da sie gar kein Kabel besitzen.

Was sagt mir die dBi-Zahl?

Das ist der Gewinn einer Antenne gegenüber einem isotropen Rundstrahler (der in alle Richtungen einer gedachten Kugel gleichermaßen abstrahlt). Die Strahlung wird gebündelt und meist nicht mehr in die Vertikale abgestrahlt. Der Gewinn einer Antenne geht also zu Lasten abgedeckten Fläche der gedachten Kugel. Alle 3 dBi verdoppelt sich der Spannungspegel in etwa. Bei einer Antenne mit 6 dbi Gewinn vervierfacht sich der Spannungspegel in etwa.