Kanalzugriff CSMA/CA mit RTS/CTS-Ergänzung

Aus Freifunk Leipzig
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Der Kanalzugriff basiert auf dem Slotted ALOHA-Prinzip und dessen Übertragungsvermögen mit einem Durchsatz von 85% auf 1000 Stationen begrenzt ist. [2] Der Algorithmus zur Bestimmung der Zugriffsverzögerung ist ein expotentieller Backoff-Algorithmus. Dieser setzt sich zusammen aus einem Random(CW)-Wert und wird multipliziert mit der 20µs Slot-Time. Der CW-Wert für 802.11g ist mit CWmin=15 < CW < CWmax=1023 angegeben. Dies sind Vorgaben bedingt durch den Standard und nicht näher erläutert. Der CW-Wert wird dabei nur aus ein kleinen Ausschnitt zu Beginn nahe der unteren Grenze per Zufall gewählt. Dieser Ausschnitt steigt mit jedem Sendeversuch ex potentiell an bis die Obergrenze erreicht wird. Mit jeder erfolgreichen Aussendung wird der Ausschnitt wieder an die Untergrenze gesetzt. Des weiteren nehmen die zwei Zähler Station Short Retry Count (SSRC) und Station Long Retry Count) SRLC Einfluß auf den CW-Wert. Diese werden bei jedem wiederholten Sendeversuch hochgezählt. Welcher der beiden Zähler gesetzt wird, bestimmt der RTS-Threshold (Schwelle für Frame-Länge). Wenn ein ACK oder CTS-Paket empfangen wurde werden die Werte auf 0 zurückgesetzt. Werden die Obergrenzen erreicht, welche im Standard mit 4 für SRLC und 7 für SSRC empfohlen werden, wird der CW-Ausschnitt an die Untergrenze gesetzt und die Frameaussendung ergo die Verbindung gilt als gescheitert. [1] Mathematische Details zu diesem und weiteren Algorithmen zur Kollisionsauflösung finden sich in [2].