Sendeleistung optimieren

Aus Freifunk Leipzig
Version vom 17. April 2007, 17:26 Uhr von Glenn (Diskussion | Beiträge)

(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

Hier meine Erfahrung bei der Einstellung der optimalen Sendeleistung auf den Nodes:

  • getestet mit 9 Nodes in Großzschocher
  • Entfernung der Nodes 50 bis 660 m (4100 m zur 23.1)
  • nicht überall Sichtverbindung vorhanden

Inhaltsverzeichnis

Wetter

Bei gutem Sonnenscheinwetter machen sich die Einstellung am besten. Wenn jetzt eine gute Verbindung zustande kommt, dann bei Regen und Schnee erst recht. Das Sonnenscheinwetter dämpft die WLAN-Frequenzen am meisten, bei schlechtem Wetter kommen die Singnale dann viel besser durch.

Vorraussetzung

Zum Einstellen benötigt man auf alle Fälle das Programm horst, und somit auch Adminzugang auf den Gegenstellen.

Durchführung

  1. Als erstes raussuchen der schlechtesten Verbindung, wenn direkte Verbindung zu mehreren Nodes vorhanden ist.
  2. Horst auf der schlechtesten Gegenstelle, die Verbindung haben soll, starten.
  3. Dann die eigene Sendeleistung eventuell soweit runter nehmen, so dass auf dieser Gegenstelle noch ein SNR Wert zwischen -80 und -90 im Mittel ankommt. Bei Werten zwischen -90 und -95 ist die Verbindung zwar schlecht, steht aber gerad noch.
  4. Sollten auf dieser Gegenstelle andere Stationen mit Werten unter -80 ( also z. Bsp. -70 oder noch schlimmer) ankommen, so sollten diese in der Sendeleistung runtergenommen werden! Diese Stationen verhindern sonst eine saubere Verbindung, sie rammeln einfach nur alles zu!

Ergebnis

  • Das Optimum ist erreicht, wenn alle Stationen möglichst mit gleichen SNR Wert -80 bis -90 ankommen. Dann verbessern sich auch in der Maske Home/Nodes/ die Werte für LinkQuality: 0.5 reicht, 0.7 gut, 0.9 Optimum, ETX: 10 reicht, 1.7 gut, 1.1 Optimum, 1.0 Kabelverbindung
  • Bei Gegenstellen in sehr kurzen Entfernung, die einen zu hohen SNR Wert in Horst anzeigen ( -75, -70 oder schlimmer), und die Sendeleistung lässt sich aber nicht runternehmen, wegen sonst nicht erreichbaren anderen Gegenstellen, kommt es zu ETX-Werten größer 10 (bis schlimmsten Falls ETX 17, 18, 19 und dann 0). Die Verbindung bricht dann zusammen. Ich nehme an, dass zu viele Reflexionen das Signal unbrauchbar machen. Abhilfe bringt dann nur noch eine Richtantenne (Bi-Quad) an dieser Gegenstelle.
  • Bei kurzen Entfernungenen, wie hier z. B. die 114-2 zur 114-6 im selben Haus mit Reflexionsverbindung (2 x 45 m gegüberliegender Neubaublock), reichen sogar 8 mW Sendeleistung vollkommen aus.

Nachtrag

  • Inzwichen habe ich eine Node in Connewitz mal installiert (74.9) und den Unterschied zwichen den Netz dort und den Suedwest-Netz (112 bis 116) gesehen.
  • Bei solch hoher Nodedichte wie in Connewitz ist andere Sendeleistungsoptimierung noetig. Da bringt der Einsatz von Richtantennen (CD-Spindel) und niedrigste Sendeleistung wohl am meisten.
  • Ich stellte dort meine Node im Zimmer mit normaler Stummelantenne und 1mW auf. Sofort hatte ich 5 bis 6 Nodes mit super Verbindung. Vorbereitet hatte ich mich mit allerhand Antennenen und Aussenmontagegehaeuse, wie es im Suedwest-Netz zur Zeit noch noetig ist.
  • Informationen zur Berechnung der Sendeleistung und zu den gesetzlichen Richtlinien finden sich unter Sendeleistung.